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| Kanton Schwyz | |
|---|---|
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Wappen des Kantons und der Gemeinde Schwyz |
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| Basisdaten | |
| Amtssprache: | Deutsch |
| Hauptort: | Schwyz |
| Grösster Ort: | Freienbach |
| Beitritt zur Eidgenossenschaft: | 1291 |
| ISO 3166-2: | CH-SZ |
| Kürzel und Autokennzeichen: | SZ |
| Einwohner: | 144'600[1] (31. Dez. 2009) |
| Fläche: | 908 km² |
| Bevölkerungsdichte: | 159 Einw. pro km² |
| Website: | www.sz.ch |
| Karte: Lage des Kantons in der Schweiz | |
| Karte des Kantons | |
Schwyz [ʃviːts] (dt. Schwyz, frz. Schwytz[2] oder Schwyz, ital. Svitto, rät. Sviz) ist ein deutschsprachiger Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Hauptort ist Schwyz.
Inhaltsverzeichnis |
Name
Benannt ist der Kanton nach seinem Hauptort Schwyz.
Da der Kanton Schwyz der wichtigste der drei Schweizer Urkantone war, wurde sein Name bald auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert. Die ins Mittelhochdeutsche übertragene Form Schweiz (mit dem typisch nicht-alemannischen Diphthong) wurde in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum als Bezeichnung des Staates üblich; die einheimische Form (ohne Diphthong) wurde hingegen als Suisse ins Französische übernommen. Die Schwyzer- und die Schweizerfahne sind dagegen unabhängig voneinander entstanden.
Geographie
Der Kanton Schwyz liegt in der Zentralschweiz, zwischen Zugersee, Vierwaldstättersee und Zürichsee und grenzt an die sieben Kantone Uri, Glarus, St. Gallen, Zürich, Zug, Luzern und Nidwalden. Er gehört grösstenteils zu den Schwyzer Voralpen, einem Teil der Zentralschweizer Voralpen. Ein kleiner Teil im Südosten gehört mit u.a. dem höchsten Berg, dem Grisset bzw. Guete Fulen, 2'721 m hoch, zu den Glarner Alpen.
Bevölkerung
Die im Kantonsgebiet gesprochenen deutschen Mundarten gehören mit Ausnahme des Bezirks Höfe, in dem man Zürichdeutsch spricht, dem Höchstalemannischen an.
Religionen – Konfessionen
Religionen im Kanton Schwyz
Mit 72 Prozent ist die römisch Katholische Kirche die grösste Konfession im Kanton Schwyz. Der Kanton Schwyz gehörte zu den fünf inneren katholischen Berg-Kantonen, die an den zwei Kappeler Kriegen teilnahmen. Infolge des zweiten Kappeler Landfriedens durften im Kanton Schwyz keine Angehörige anderer Konfession wohnen. Erst die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 12. September 1848 garantierte die Religions- und Niederlassungsfreiheit. Mit der «Verfassung des eidgenössischen Standes Schwyz» vom 11. Juni 1876, wurde die vollständige Religionsfreiheit, auch für nichtchristliche Religionen, eingeführt.
Die Katholische Kirche blieb bis 1957 einzige anerkannte Religionsgemeinschaft (Staatskirche) für den Kanton Schwyz. Am 27. September 1992 stimmten die Bürgerinnen und Bürger des Kantons Schwyz einer Neuordnung des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat zu. Sie sprachen sich damit für eine Aufgabenentflechtung und die Schaffung zweier konfessionsgebundener Kantonalkirchen aus. Diese wie auch die Kirchgemeinden sind in finanz- wie steuerrechtlicher Hinsicht vom Kanton und von den Gemeinden unabhängig.
| Religionsgemeinschaft | absolut | in Prozent |
|---|---|---|
| Römisch-katholisch | 92'868 | 72,20 % |
| Evangelisch-reformiert | 15'140 | 11,80 % |
| Konfessionslos | 6331 | 4,90 % |
| Islamische Gemeinschaften | 5598 | 4,35 % |
| Ohne Angabe | 3752 | 2,92 % |
| Orthodox | 2758 | 2,14 % |
| Evangelische Freikirchen | 724 | 0,56 % |
| Hinduistische Vereinigungen | 429 | 0,33 % |
| Neuapostolische Kirche | 343 | 0,27 % |
| Buddhistische Vereinigungen | 272 | 0,21 % |
| Zeugen Jehovas | 177 | 0,14 % |
| Andere Christliche Gemeinschaften | 136 | 0,11 % |
| Übrige Religionsgemeinschaften | 62 | 0,05 % |
| Jüdische Gemeinschaft | 51 | 0,04 % |
| Christkatholische Kirche | 46 | 0,04 % |
| Evangelisch-methodistische Kirche | 17 | 0,01 % |
| Wohnbevölkerung | 128'704 | 100,00 % |
Römisch-katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche ist die zahlenmässig grösste Konfessionsgemeinschaft im Kanton Schwyz. Die Römisch-katholische Kantonalkirche Schwyz wurde 1998 gegründet. Sie gehört zum Bistum Chur.
Grosse Ausstrahlungskraft hat das Benediktinerkloster Einsiedeln.
Evangelisch-reformierte Kirche
Heute leben circa 15'000 Reformierte im Kanton Schwyz, das entspricht etwa zwölf Prozent der Bevölkerung. 15,9 Prozent sind es im an Zürich orientierten Ausserschwyz, das schon um 1830 erste Reformierte ansiedeln liess. In Innerschwyz sind nur 7,7 Prozent der Bevölkerung reformiert. Die erste evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wurde 1868 im Bezirk March gegründet. Die Kirche von Siebnen wurde 1878 eingeweiht. 1886 wurde der erste reformierte Pfarrer in Brunnen angestellt. Diese Entwicklung wurde massgeblich durch den protestantisch-kirchlichen Hilfsverein des Kantons Zürich unterstützt, der seine Aufgabe in der Förderung des evangelischen Glaubenslebens in der Diaspora sah.
Die Anerkennung der sechs evangelisch-reformierten Kirchgemeinden als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit dem Recht Steuern einzuziehen erfolgte mit dem Kantonsratsbeschluss vom Oktober 1957. Die Gründung einer evangelisch-reformierten Kantonalkirche erfolgte 1998. Die evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schwyz umfasst sechs evangelisch-reformierte Kirchgemeinden.
Freikirchen und andere christliche Gemeinschaften
Gründung
- Neuapostolische Kirche Lachen, 1931
- Neuapostolische Kirche Immensee, 1961
- FEG Lachen, 1979
- FEG Höfe Wilen, 1977
- FEG Einsiedeln, 1987
- Chrischona Arth-Goldau, 1984
- Chrischona Brunnen-Schwyz, 1986
- FEG Siebnen, 1994
Geschichte
Verfassung und Politik
Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert von 1898 (mit zahlreichen Änderungen).
Legislative
Gesetzgebende Behörde ist der Kantonsrat mit 100 Mitgliedern, die vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Verfassungs- und Gesetzesänderungen unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 2000 Wahlberechtigte einen dahingehenden Vorschlag unterstützen.
Bei den Wahlen zum Kantonsrat erhielten die Parteien folgende Sitzzahlen:
| Partei | 1996 | 2000 | 2004 | 2008 |
|---|---|---|---|---|
| SVP | 12 | 20 | 27 | 41 |
| CVP | 46 | 43 | 34 | 29 |
| FDP | 29 | 26 | 24 | 21 |
| SP | 11 | 11 | 15 | 9 |
Bundesversammlung: Der Kanton Schwyz entsendet zwei Vertreter in den Ständerat und vier Vertreter in den Nationalrat.
Exekutive
Vollziehende Behörde ist der Regierungsrat, dessen sieben Mitgliedern direkt vom Volk gemäss Mehrheitswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz hat der Landammann inne, sein Stellvertreter ist der Landesstatthalter.
Gemäss den Wahlen von 2008 stellt die CVP 3, die SVP 2, die SP 1 und die FDP ebenfalls 1 Regierungsrat. Für die Legislaturperiode 2008–2010 ist Georg Hess Landammann und Armin Hüppin Statthalter.
Der Regierungsrat hat die Vollzugsverordnung über die Aufgaben und die Gliederung der Departemente und der Staatskanzlei revidiert und auf den 1. Juli 2008 in Kraft gesetzt. Am 28. März 2007 hatte der Kantonsrat einer Änderung der Organisationsverordnung zugestimmt und damit den Weg für eine neue Departementsstruktur freigemacht.
Departemente
| Departement | Regierungsrat |
|---|---|
| Departement des Innern | Statthalter Armin Hüppin, (SP) |
| Volkswirtschaftsdepartement | Kurt Zibung, (CVP) |
| Bildungsdepartement | Walter Stählin, (SVP) |
| Sicherheitsdepartement | Peter Reuteler, (FDP) |
| Finanzdepartement | Landammann Georg Hess, (CVP) |
| Baudepartement | Lorenz Bösch, (CVP) |
| Umweltdepartement | Andreas Barraud, (SVP) |
Departemente bis Juni 2008
- Departement des Innern
- Volkswirtschaftsdepartement
- Erziehungsdepartement
- Justizdepartement
- Militär- und Polizeidepartement
- Finanzdepartement
- Baudepartement
Judikative
Auf kantonaler Ebene gibt es das Kantonsgericht, das Verwaltungsgericht sowie das Kantonale Strafgericht, auf der Ebene der Bezirke die dem Kantonsgericht untergeordneten Bezirksgerichte und auf kommunaler Ebene die Vermittler (in anderen Kantonen Friedensrichter genannt).
Gemeinden und Bezirke
Im Kanton Schwyz sind sowohl die Gemeinden wie, anders als in den meisten anderen Schweizer Kantonen, die Bezirke autonome Selbstverwaltungseinheiten. Während die Gemeinden aber auch einen eigenen, vom Kanton unabhängigen Wirkungskreis haben, erfüllen die Bezirke nur solche Aufgaben, die ihnen das kantonale Recht überträgt. Sowohl Gemeinden wie Bezirken kommt das Besteuerungsrecht zu; sie setzen die Höhe ihrer Steuern selbst fest.
Öffentlichrechtlich anerkannt sind überdies die römisch-katholischen und die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden. Bürgergemeinden gibt es im Kanton Schwyz, im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen, nicht.
Wirtschaft
Am Volkseinkommen der Schweiz ist der Kanton mit einem Anteil von 1,9 Prozent beteiligt, seine Finanzkraft liegt nur einige Prozent unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.
Städte und Orte
Grösste Orte im Kanton Schwyz per 31. Dezember 2010:[1]
- Freienbach, 15'457 Einwohner
- Schwyz, 14'234 Einwohner
- Einsiedeln, 14'173 Einwohner
- Küssnacht, 12'126 Einwohner
- Arth, 10'549 Einwohner
- Ingenbohl, 8289 Einwohner
- Schübelbach, 8286 Einwohner
- Lachen, 7579 Einwohner
- Wollerau, 6960 Einwohner
- Altendorf, 5979 Einwohner
Bezirke
Der Kanton Schwyz unterteilt sich in 6 Bezirke und 30 Gemeinden, wobei die Bezirke Einsiedeln, Küssnacht und Gersau jeweils nur aus der gleichnamigen Gemeinde bestehen.
- Bezirk Schwyz
- mit den Gemeinden Schwyz, Arth, Ingenbohl, Muotathal, Steinen, Sattel, Rothenthurm, Oberiberg, Unteriberg, Lauerz, Steinerberg, Morschach, Alpthal, Illgau, Riemenstalden,
- Bezirk Einsiedeln mit der Gemeinde Einsiedeln
- Bezirk Gersau mit der Gemeinde Gersau
- Bezirk Höfe
- mit den Gemeinden Wollerau, Freienbach, Feusisberg
- Bezirk Küssnacht mit der Gemeinde Küssnacht
- Bezirk March
- mit den Gemeinden Lachen, Altendorf, Galgenen, Vorderthal, Innerthal, Schübelbach, Tuggen, Wangen, Reichenburg
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle Website des Kantons Schwyz
- Offizielle Statistik
- Die Internetseite zum Goldauer Bergsturz von 1806
- Linkkatalog zum Thema Kanton Schwyz im ODP (Open Directory Project)
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ a b Wohnbevölkerung im Kanton Schwyz per 31.12.2009 (PDF), Volkswirtschaftsdepartement, Amt für Wirtschaft, 16. Februar 2010
- ↑ Die Schreibweise mit tz wird vom Guide du Typographe romand verwendet und ist dementsprechend häufig anzutreffen.
- ↑ Bundesamt für Statistik: Volkszählung 2000
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