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Wikibu - Sebastian_Hofmeister

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Artikel: Sebastian_Hofmeister


Sebastian Hofmeister auch Oeconomus, Oikonomos, Wagner (* um 1476 in Schaffhausen; † 26. Juni 1533 in Zofingen) reformierter Theologe und Reformator.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Sebastian Hofmeister wurde um 1476 in Schaffhausen geboren. Das Haus mit dem Namen Zun drei Bergen an der Unterstadt 44 war sein Vaterhaus. Hofmeister wurde schon in jungen Jahren Franziskaner. Den begabten Mönch führte sein Weg nach Paris, wo er studierte und den Doktorgrad erwarb. Er war nicht nur in den klassischen Studien, sondern auch im Hebräischen bewandert. 1520 kehrte er in seine Heimat zurück. Sein erster Wirkungsort war Zürich, wo er mit Ulrich Zwingli in Kontakt kam. Noch 1520 wurde er von seinem Orden nach Konstanz versetzt. Zu Beginn des Jahres 1522 wurde er Lesemeister im Barfüsserkloster in Luzern. Wegen seiner Predigttätigkeit im reformierten Sinne musste er die Stadt jedoch schon bald wieder verlassen (Juli 1522).

Aus Luzern vertrieben, wandte er sich wieder in seine Vaterstadt, wo seine Predigten gegen die kirchlichen Missstände starken Eindruck machten, aber auch heftige Kämpfe auslösten. In Jahre 1523 erschien seine Schrift „Ein treuwe Ermanung an die Eidgenossen, daß sie mit durch ire falschen propheten verfürt, sich wider die lere Christi setzend“. Als Johannes Eck sich auch gegen den Zürcher Reformator wandte, unterstützte Hofmeister seinem Freund Zwingli tüchtig mit der Schrift „Antwort auf die ableinung Doctor Eckens“. Auch bei den großen Zürcher Disputation von 1523 und 1524 wirkte er tatkräftig mit.

Aus Schaffhausen verdrängt, stand er eine Zeit lang auf der Kanzel des Fraumünsters in Zürich, kämpfte beim Religionsgespräch in Ilanz [1] Graubünden mit und 1528 in Bern. Die Berner hielten ihn zuerst als Lehrer, dann als Pfarrer in Zofingen zurück, wo er das Chorherrenstift zu reformieren und die kirchliche Verkündigung gegenüber dem um sich greifenden Täufertum zu treiben hatte.

Seine dialektischen Fähigkeiten waren so groß, dass er wie bei früheren Gelegenheiten, so auch hier sich durchsetzte. Freilich war ihm im Berner Gebiet nur eine kurze Wirksamkeit beschieden. Hofmeister gilt wohl als Reformator Schaffhausens, obwohl es ihm nicht vergönnt war, dort den Durchbruch des Evangeliums zu erleben. Aber an vielen anderen Orten der Schweiz hat er ebenso entscheidend für die Reformation gewirkt. Sein rastloses Leben fand bei einer Predigt 1533 ein plötzliches Ende.

[Bearbeiten] Werke

  • „Ein treuwe Ermanung an die Eidgenossen, daß sie mit durch ire falschen propheten verfürt, sich wider die lere Christi setzend“.
  • „Antwort auf die ableinung Doctor Eckens“
  • Acta u. handlung des Gesprächs so von allen Priesteren der Tryen Pündten im M. D, XXVI. jar uff Mentag uff Zynstag nach d. heyligen III. Künigen tag zu Inlantz im Grawen Pundts uss Ansehung der Pundsherren geschehen, 1526 (Nachdr. Sebastian Hoffmeisters Akten zum Religionsgespräch in Ilanz. Neu hrsg. zur Galliciusfeier 1904, Chur 1904)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. siehe Sebastian Hoffmeisters Akten zum Religionsgespräch in Ilanz

[Bearbeiten] Literatur

  • Martin Haas: Sebastian Hofmeister. In: Schaffhauser Beiträge zur Geschichte, 58 1981, S. 81-88.
  • F. Schoder: Aus dem Leben u. Wirken Sebastian Hofmeisters. Zofinger Neujahrsblatt 22, 1937, Seite 40-47.
  • Jakob Wipf: Reformationsgeschichte der Stadt und Landschaft Schaffhausen. Zürich 1929, Seite 99-219.
  • Jakob Wipf: Sebastian Wagner, der Reformator von Schaffhausen. Schaffhausen 1918.
  • Albert Schumann: Hofmeister, Sebastian. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12. Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 643 f.
  • Melchior Kirchhofer: Sebastian Wagner, genannt Hofmeister. Zürich 1808. Digitalisat
  • Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche, Band 8 Seite 241

[Bearbeiten] Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sebastian_Hofmeister aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.